Everlast, What it's like

Everlast jumps around the blues

Schon komisch wenn Musiker sich als weitaus musikalischer heraustellen als angenommen. Das soll jetzt nicht heißen, dass mir Everlast bei 'House of Pain' nicht sehr gut gefallen hätte. Nein, die Platte Fine Malt Lyrics mit dem Smasher Jump Around gehört für mich in die gleiche Liga von Hip Hop Titeln wie License To Ill von den Beastie Boys. Aber um diesen Langspieler soll es in diesem Beitrag nicht gehen, sondern um das Sololeben des Eric Schrody alias Everlast. Als ich nun eines schönen Tages ein wenig auf MTV verweilte, damals war MTV noch ganz modern und supi chic, erfreute mein Gehör ein wunderschön gezupftes Gitarren Intro. Der einsetzende Gesang, der Bass, und der darunter liegende Hip Hop Beat verschmolzen zu einem wirklich gutem Lied. Erst nach einer gewissen Weile merkte ich, dass es sich bei dem Künstler um Everlast, den Held meiner Teenagerzeit handelte. Damals, als ich noch mit Tarnhosen und Springerstiefeln durch die Weltgeschichte turnte waren die Jungs von House of Pain meine absoluten Helden. Zu jenem Zeitpunkt „veririsierte“ ich ein wenig, trug beizeiten „Fighting Irish“ Starterjacken, Celtics Basecaps und war auch ansonsten dem Kleeblatt recht zugeneigt. Auch der obligatorische Irishpupbesuch und ein Kilkenny sollten es schon sein. Doch zurück zu What it's like. In diesem doch überaus melodischem Stück erzählt Everlast die Geschichte dreier Menschen die mit ihrem Schicksal hadern und fragt den geneigten Zuhörer wie es wohl wäre in deren Haut zu stecken. Ohne kitschig oder klischeehaft zu werden schafft es Eric Schrody dabei eine Stimmung zu erzeugen die, bei mir zumindest, ein wenig für Traurigkeit sorgt.

Der wirklich gute Text kann hier nachgelesen werden.

year : album : rating : label : artist : 2003
Whitey Ford sing the blues
Beitrag wurde mit 4.5 Sternen bewertet
Tommy Boy
Everlast